SPELL

Pressemitteilung

Das Forschungsprojekt SPELL

Krisen bewältigen – mit Künstlicher Intelligenz?

Am 1. Juni 2021 fiel der Startschuss für das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Forschungsprojekt SPELL („Semantische Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen und Lagezentren“). Mit diesem Projekt sollen in Krisensituationen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, Nothilfe und Versorgung für die Bevölkerung schneller und situationsgerecht eingeleitet werden können. Dies soll mithilfe von Künstlicher Intelligenz erreicht werden.

Das Forschungsprojekt SPELL (Header)

Wo gibt es heute Probleme?

Die vorherrschende Covid-19-Pandemie lässt uns am eigenen Leib erfahren, welche tiefgreifenden Auswirkungen Krisensituationen auf unser Leben und die Wirtschaft haben können. Solche Situationen fordern ein enges Zusammenspiel von öffentlichen, zivilen und auch industriellen Leitstellen und Lagezentren, um Gefährdungen bestmöglich abzuwehren.

Betrachtet man die beteiligten Akteure und ihre IT-Systeme, stößt man aktuell auf in sich geschlossene Technologieinseln. Leitstellen und Lagezentren arbeiten mit verschiedenen Systemen, die zumeist keine Daten miteinander austauschen können. Diese heterogene Softwarelandschaft verursacht einen erheblichen Aufwand und beschränkt die Möglichkeiten einer leitstellenübergreifenden Zusammenarbeit.

Bei Krisensituationen kommt es jedoch auf möglichst umfangreiche Daten zur Beurteilung der Situation an. Bei einem medizinischen Notruf kann jede gewonnene Minute lebensrettend sein. Schnelle und sichere Entscheidungen sind von zentraler Bedeutung für ein zukunftsfähiges Krisenmanagement.

Welche Verbesserungen bringt SPELL mit sich?

Künstliche Intelligenz und semantische Technologien stellen hierbei mächtige Werkzeuge für diesen Schritt in Richtung einer digitalen Transformation dar. Deshalb fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Forschungsprojekt SPELL, um mit zwölf leistungsfähigen Partnern die zukunftsweisenden Ziele des Projekts zu erreichen. So werden KI-basierte Dienste zur Entscheidungs- und Einsatzunterstützung entwickelt, um in Krisensituationen (beispielsweise Großschadensereignissen, Pandemien, Naturkatastrophen oder flächendeckenden Stromausfällen) Helfer und Ressourcen richtig verteilen zu können. Eine Voraussetzung dafür ist eine zentrale Sammlung aller relevanten Informationen für ein aussagekräftiges Lagebild und der Vernetzung aller Beteiligten. Künstliche Intelligenz kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten, um schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Mit diesem anspruchsvollen Ziel vor Augen und voller Tatendrang sind alle Partner bereit loszulegen. Die Liste umfasst neben der LiveReader GmbH elf starke Projektpartner, die in ihren jeweiligen Feldern auf exzellente Vorarbeiten verweisen können. Dabei sind das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz als Konsortialführer, der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., die Empolis Information Management GmbH, die Fraunhofer-Gesellschaft e.V. mit ihren Instituten IESE und Fokus, die ISE Informatikgesellschaft für Software-Entwicklung mbH, die BASF SE, die Corevas GmbH & Co. KG, die Advancis Software & Services GmbH, die Apheris AI GmbH, die Technische Universität Darmstadt, sowie der VfS Verband für Sicherheitstechnik sowie viele weitere assoziierte Partnerorganisationen.

Wir sind gespannt auf die nächsten drei Jahre und freuen uns auf die Zusammenarbeit an diesem wichtigen Projekt.

Interesse am Projekt mitzuwirken? Wir suchen noch Teammitglieder.