Notitia

Wissen, Daten, Kenntnis

Notitita steht für einen daten- und wissenszentrierten Ansatz zur Ausführung von Prozessen. Ziel ist eine flexible Steuerung von Abläufen sowie die Berücksichtigung des jeweils aktuellen Wissensstandes.

Die Grundlage bildet eine Wissensbasis, welche verfügbares Expertenwissen mit einer semantischen Datenrepräsentation der bekannten und relevanten Fakten kombiniert.

Notitia fokussiert damit die besonderen Eigenschaften und Anforderungen wissensintensiver Prozesse. 

Wissenszentriert

Stützen sich Ihre Abläufe auf den Wissensstand Ihrer Mitarbeiter? Ist es möglich oder üblich, dass je nach Mitarbeiter ein anderer Verlauf und ggf. ein anderes Ergebnis zu Stande kommt?

Zielorientiert

Entwickeln sich Ihre Abläufe durch eine Reihe von Zwischenzielen und Meilensteinen, die erreicht werden müssen?

Ereignisorientiert

Werden Ihre Abläufe durch Ereignisse beeinflusst, welche sich auf Entscheidungen der Mitarbeiter im Prozess auswirken?

Unvorhersehbar

Orientieren sich Ihre Abläufe an kontextabhängigen Aspekten, welche meist nicht im Vorfeld bekannt sind und zwischen verschiedenen Prozessabläufen variieren?

Richtlinienbezogen

Basieren Ihre Abläufe auf Entscheidungen der Mitarbeiter, welche bestehende Gesetze, Regeln oder Richtlinien berücksichtigen müssen?

Wenn Sie eine oder mehrere der genannten Eigenschaften bei Ihren Abläufen wiedererkennen, dann bietet Notitia eine geeignete Lösung für die Steuerung Ihrer Prozesse.

Das Prinzip 

Die etablierten Verfahren zur Steuerung von Arbeitsabläufen orientieren sich überwiegend an unseren Tätigkeiten. Geschäftsprozesse werden dabei in der Regel als ein sequentieller Ablauf von Aktivitäten definiert und sind verrichtungsorientiert. Variationen im Ablauf werden meist lediglich in Form von einer vorgegebenen Auswahl und Entscheidungsbäumen ermöglicht, eine ungeplante Abweichung von einem vordefinierten Pfad ist nicht vorgesehen.

Für wissensintensive Prozesse, wie wir sie beispielsweise in der Medizin oder im Bereich der Wissensakquisition vorfinden, sind diese statischen Verfahren daher meist nicht geeignet. 

Genau hier setzen wir mit einer neuen Methodik an, mit einem ontologie- und datengetriebenen Prozessmodell. Notitia definiert Prozesse nicht als eine Sequenz von Aktivitäten, sondern beschreibt die Zusammenhänge zwischen Daten und Aktivitäten. Dies erlaubt eine sich dynamisch an den jeweiligen Wissensstand anpassende Prozessausführung.

Im Kern beschreibt dazu ein Metamodell, wie Abläufe organisiert werden können und legt damit die Grundlage für eine flexible Ablaufsteuerung. 

Kombiniert man dieses generelle Wissen mit den relevante Fakten und Daten, erhält man eine leistungsfähige und semantische Repräsentation des verfügbaren Wissens zu einem beliebigen Prozess.

Kurz gesagt: Notitia arbeitet nicht wie eine übliche Workflow-Lösung jede Sequenz von Aktivitäten Schritt um Schritt ab. Stattdessen berücksichtigt Notitia zu jedem Zeitpunkt den gesamten Wissenstand und wählt dynamisch die jeweils relevantesten Aktionen aus. 

Notitia repräsentiert zunächst nur eine Plattform, welche auf jedes Anwendungsgebiet angepasst und spezialisiert werden kann. Hierzu wird die Wissensbasis durch verfügbares Expertenwissen erweitert, wodurch die Mitarbeiter bei der Prozessausführung mit Methoden der künstlichen Intelligenz unterstützt werden können. 

Notitia.Liberandum

Notitia.Liberandum wurde speziell für die Notrufabfrage in Leitstellen konzipiert und fokussiert die Herausforderung der Wissensakquisition im Kontext des Rettungsdienstes (liberandum: lateinisch für retten, gerettet werden).

Jeder Notfall ist in gewisser Weise einzigartig und die Leitstelle benötigt schnell die wichtigsten Informationen, um die jeweilige Situation einschätzen und gezielt reagieren zu können.

Hier kann Notitia mit dem Expertenwissen von Medizinern, Rettungsdienst und Feuerwehr die Disponenten bei der Abfrage der wichtigsten Daten unterstützen.